Auf zur Festung Palamídi in Náfplio

Von fast überall in Náfplio schaut man auf die mächtige, abends auch angestrahlte Festungsanlage Palamídi. Sie thront über der 14.000-Einwohner-Stadt, breitet sich über den Bergkamm aus wie eine fette Echse. Sie wurde – wie die Insel-Festung Boúrzti unten im Hafen – während der kurzen Herrschaft der Venezianer zwischen 1684 und 1715 erbaut.

Das Gemäuer schmiegt sich an den Fels, als wäre es aus ihm herausgewachsen.

Palamídi will erklommen werden. Leicht gesagt. Denn bei 30 Grad ist das ein durchaus schweißtreibendes Unterfangen … Der Legende nach sind es 999 Stufen bis zur Bergburg auf 223 Metern Höhe. Tatsächlich liegt die Anzahl der Stufen je nach Zählung zwischen 847 und 901 😐.

Gleich unten beim Einstieg fällt auf, dass die Stufen nach außen nicht gesichert sind. Das ist an vielen Stellen der Fall. Also besser nicht ausrutschen.

Wir gehen zügig hoch – und sind dann einigermaßen überrascht, als wir den Eingangsbereich der Festung erreicht haben. Es war gar nicht so anstrengend wie zunächst gedacht. Umso besser. Da bleibt genügend Puste für den einen oder anderen Abstecher beim Abstieg. Wir sind gleichermaßen neugierig und konsterniert, dass man in luftiger Höhe einfach mal über eine Seitenmauer kraxeln oder durch eine Öffnung ins Freie treten kann. Da ist ein sicherer Tritt und Schwindelfreiheit gefragt. Wer sich was traut, erlebt auch was. Und wer stolpert, hätte es eigentlich besser wissen müssen 😉.

Immer an der Wand lang 😰

Weit zu Füßen erstreckt sich der Argolische Golf.

Wir kommen jedenfalls heil wieder unten an und freuen uns über unser kleines Abenteuer mit grandioser Aussicht über Náfplio und die Bucht.

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