Tavira – historische Stadt mit viel Atmosphäre

Wir sind mit dem MTB von Fuseta nach Tavira gefahren und freuen uns darüber, dass wir auf den 14 km fast ausschließlich Nebenstrecken für unsere Tour nutzen können. Dabei greifen wir zwar auf unsere Wikiloc-Apo zurück, was aber wegen der guten Beschilderung gar nicht nötig gewesen wäre.

Das Städtchen fängt uns unmittelbar mit seinem Charme ein. Im Zentrum führt eine Brücke mit sieben Bögen über den Fluss. Vom großen Marktplatz kommend zieht einen diese Brücke, deren Fundamente aus der Römerzeit stammen, magisch an. Sie verbindet zwei Stadtteile miteinander und ist für den Autoverkehr gesperrt. Man kann also ganz in Ruhe die Häuser und Restaurants fotografieren, die in der Nähe der Brücke quasi im Wasser stehen.

Einen herrlichen Blick auf die Stadt hat man von der alten Burgruine, deren Mauern man an verschiedenen Stellen erklimmen kann. Im Innern der Ruine ist ein hübscher Garten angelegt. Natürlich hat Tavira auch mehrere schöne Kirchen (Igrejas) zu bieten, die wir uns bei dem schönen Wetter nur von außen anschauen. Wichtiges Bauprinzip der christlichen Kirchen: am besten direkt auf der Moschee errichten, damit möglichst wenig an die andere Religion erinnert.

Tavira war bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts ein wichtiges Zentrum für den Thunfischfang. Damit war es dann vorbei, als die großen Thunfischschwärme ihre Routen änderten. Warum dies der Fall war, ist unter den Fachleuten nicht ganz geklärt. Ein Erklärungsansatz ist, dass das Wasser für die Thunfische zu trübe geworden ist und sie daher in tiefere Wasserschichten abwanderten.

Der durch den Fischfang und die Salzgewinnung entstandene Wohlstand klingt auf jeden Fall in Tavira auch heute noch nach. Die zum Teil verwinkelten Gassen mit ihren niedrigen Häusern sind gut in Schuss, das Zentrum insgesamt wirkt sehr gepflegt. Und die EU hat hier im Rahmen der touristischen Regionalförderung sicherlich nicht nur ein Scherflein beigetragen. Die vielen Hinweisschilder bei den Bauwerken belegen das. Win-win für die Portugiesen und die europäischen Nachbarn, die sich gleichermaßen an den gemeinsam finanzierten Bauwerken und der touristischen Infrastruktur erfreuen.

Kulinarisch bleibt uns Tavira mit einem ausgezeichneten Gemüseeintopf bei leider unterirdischem Service und einem tiefschwarzen Schokoladeneis der Extraklasse in Erinnerung 😋

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