Ab in den Scoot-Flieger nach Singapur

Nach zwei ereignisreichen Tagen in Berlin geht’s heute in die Ferne – Südostasien ruft. Es gab noch ein paar technische Probleme am Tag vor dem Abflug. Mein iPhone hat sich nach fast sechs Jahren der vertrauensvollen Zusammenarbeit in den Ruhestand verabschiedet – und damit auch alle Apps, die mit der Reise zu tun haben. Und die Musik … Also ruckzuck musste was Neues her, die Wahl fiel auf ein iPhone 8 mit großem Display und 256 GB Speicher. Also Schluss mit dem Gezicke beim Speichern von Fotos 😊

Wir haben einen schönen Platz mit Beinfreiheit erwischt. Viele Backpacker …

Bei Scoot ist alles extra: Beinfreiheit, Essen, Getränke, Entertainment … Letzteres ist verblüffend einfach gelöst: Wer Filmchen schauen möchte, kauft sich einen App-Zugang und benutzt sein eigenes Device. Ergo keine Monitore im Flieger. Entspanntes Sehen für die iPad- und Laptopbesitzer, Stielaugen für die Smartphoner, die den kommunikativen Gesamtbetrieb aus Gründen der Coolnesss grundsätzlich einhändig vollziehen wollen. Bayern-Fans haben’s bei Scoot natürlich schwer. Alles ist in Gelb-Schwarz getaucht, so dass man meinen könnte, Scoot wäre ein BVB-Ableger. Den Gehörschutz haben wir mitgebracht:

Ein angenehmer Flug mit einem Platz an der Sonne:

Genau zur Halbzeit, nach 6 Stunden Flug, wird es dunkel, die Sonne „verschwindet“ am hinteren Horizont, der orangerot leuchtet. Den restlichen Flug werden wir im Dunkeln verbringen. Seit mehreren Stunden sind wir jetzt über scheinbar von Menschen unberührtes Land geflogen, anfangs konnte man noch ab und an Zeichen der Zivilisation wie Felder, Straßen, Ansiedlungen und dergleichen von oben erkennen – die Tūrkei? rätseln wir. Leider hat der Flugkapitän uns zur Begrüßung nicht mitgeteilt, welche Flugroute wir nehmen. Und die Flugbroschüren gaben darüber auch keine Auskunft. Deshalb müssen wir unsere geografischen Kenntnisse ausgraben, die für diesen Teil der Erde aber lückenhaft sind: Zentralasien muss es bei dem unberührten Anblick der Berglandschaft und der Ebenen sein. Aber welche Länder? GoogleMaps kann man hier oben nicht bemühen, um Wissen vorzutäuschen. Ist es der Himalaya, sind es die Seidenstraßen-Länder, die Mongolischen Hochebenen? Und wie weit sind wir überhaupt. Informationen sind im Sparpreis leider nicht inbegriffen. Schade!

Nachteulenzeit

Wir fliegen ca. 12 Stunden, kommen also nach MEZ um 22.00 Uhr an. In Singapur war es gegen vier Uhr morgens. Unser Plan ist ein früher Hotel-Check-in und ab in die Stadt. Das heißt Durchhalten bis zum Abend. Es gibt ja viel zu sehen/erleben.

Mit dem Taxi zum Keong Saik Hotel in ebendieser Straße, mitten in Chinatown. Eigentlich hatten wir gehofft, auch schon gleich ein Zimmer zu bekommen, aber daraus wurde nichts. Na gut, dann eben kurz umziehen und raus in die schwül-dämpfige Luft. Erstmal frühstücken. Aber wo? Natürlich gibt’s hier keinen Bäcker, der um diese Zeit Kaffee und Kuchen anbietet. Kaum jemand auf der Straße. Aber ein älterer Herr, der auf dem Weg ins Büro ist, nimmt uns unter seine Fittiche und führt uns zu einem der Hawker-Märkte. Volltreffer! Wir frühstücken indisches Brot und einen aufgeschäumten Ingwertee. Und der Chef lässt sich auch noch beim Brotbacken fotografieren:

So gestärkt erkunden wir die Stadt, die ganz allmählich aus aus dem Schlaf erwacht.

Hauptsaach gut gegess

Singa Pura, wie die Siedlung von ihrem Entdecker, einem indischen Prinzen, Ende des 13. Jahrhunderts getauft wurde, ist DAS Einsteigerland für Südostasien. Weltstadt, 5 Mio. Einwohner (74 % Chinesen, 13 % Malaien, 9 % Inder plus X andere Ethnien), fast 200.000 Millionäre, wenig Kriminalität. Und der Reiseführer meint, dass die Liebe zum Essen alle Singapurer vereint. Mit breiter Brust heißt es bei Marco Polo: „Kein Gast hat diese Stadt je verlassen, ohne von ihrem Essen zu schwärmen.“ Dann mal ran an die Töpfe. Nicht nur früh angereiste Touristen, auch die arbeitende Bevölkerung trifft sich bei den Hawkern, den Garküchen, die uns in Bangkok bereits überzeugt haben. Die Hawker Stalls scheinen die Singapur-Variante des englisches Pubs zu sein. Scharfe indische Curries, Nudelsuppen in grellen Farben, alles behördlich auf Sauberkeit geprüft. Exotischer Genuss ohne Reue, die Kohletabletten können im Rucksack bleiben. Frühstück beim Hawker ist aus unserer Sicht definitiv der optimale Auftakt. Eine Mahlzeit gibt da schon für  3 Euro und selbst weniger in der „Economics“, der Sparvariante.

Von den vielen anderen Eindrücken/Sehens- und Merkwürdigkeiten berichten wir morgen, nach durchgemachter Nacht brauchen wir dringend eine Mütze Schlaf 😏

Eva hat es nicht einmal mehr geschafft, die Brille abzusetzen …

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