Den Sommer verlängern in Griechenland

Wenn sich nach vielen heißen Sommertagen in der schwäbischen Heimat der Herbst ankündigt und sich am Morgen der Blick aus dem Dachgeschoss unseres Hauses ins Murrtal im Nebel verliert, machen wir uns gerne in wärmere Gefilde auf.

Auch Mitte September ist eine sommerliche Kopfbedeckung in Griechenland ein nützliches Utensil.

Dieses Jahr (2026) zieht es uns nach Griechenland. Hellas ist für uns durchaus bekanntes Territorium: Für mich gehörten Griechenland-Reisen viele Jahre zur beruflichen Routine (vor allem Athen und Thessaloniki), als Familie haben wir zwei schöne Gruppenfahrten nach Euböa unternommen (mit damals noch kleinen Kindern), und auch als Paar waren wir schon dort. Aber diese Besuche liegen viele Jahre zurück, und wir hatten den Wunsch, Griechenland noch einmal intensiv zu bereisen und neu zu entdecken.

Und das Ganze ohne ausgefeilte Planung! Was konkret bedeutet: Zeitrahmen sechs Wochen (Mitte September bis Ende Oktober), nur einen Hinflug buchen und ein Auto für die ersten zwei Wochen mieten (für eine Peloponnes-Rundreise). Weitere Ziele: Pilion und einige Inseln. Bei Letzteren ist die Auswahl in Griechenland ziemlich groß. Schließlich zählt man dort mehr als 6.000 Eilande, davon sind knapp 230 bewohnt. Wir hatten insbesondere die Sporaden und Kykladen ins Auge gefasst.

Da wir von Stuttgart nur einen abendlichen Flug nach Athen ergattern konnten, verbrachten wir die Nacht in der Nähe des Flughafens und holten unseren Mietwagen am nächsten Morgen ab.

Anflug auf Athen

Mit einem Peugeot 2008 ging’s dann gleich auf die Autobahn in Richtung Náfplio/Peloponnes. Bei Außentemperaturen von 30 Grad und zivilisiertem Fahrverhalten der Griechen (Höchstgeschwindigkeit 130 Stundenkilometer) konnten wir uns ohne Hektik auf das neue Land einstellen.

Der Kanal von Korinth bildet auf dieser Tour den Übergang vom Festland zur Halbinsel Peloponnes. Er wurde zwischen 1881 und 1893 auf einer Länge von knapp 6,5 Kilometern erbaut. Er hat fünf Brücken. Zwei davon an den jeweiligen Enden sind absenkbar. Wenn sich ein Schiff nähert, fährt die Fahrbahndecke mittels eines motorgetriebenen Gestänges acht Meter tief ins Wasser. Nach der Durchfahrt des Schiffes geht es retour. Ein beeindruckendes Schauspiel, das wir uns bei einem Cappuccino auf der Terrasse eines Restaurants in Isthmia gerne einmal angeschaut haben 😊.

Danach fuhren wir zunächst auf der südöstlichen Seite die Küste der Halbinsel hinunter, legten eine längere Pause am Meer ein und erreichten schließlich gegen Abend unsere Wohnung in Náfplio.

Das ist inzwischen die Regel bei Wohnungen, die über die bekannten Plattformen gebucht werden: Der Schlüssel wird in einem kleinen Kasten deponiert, der mit einem Zahlenschloss gesichert ist.

Ein rundum gelungener Auftakt!

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