Costa Rica (1) – das pralle Leben

Pura Vida (wörtlich: das einfache Leben) ist viel mehr als nur ein Spruch oder eine Abschieds- und Begrüßungsformel. Für die „Ticos“, wie sich die Costaricaner gerne nennen, ist Pura Vida eine Lebenseinstellung und steht für alles, was gut ist im und für das Leben. Manche behaupten sogar, die Devise sei Teil der Tico-Seele.
Auch als Besucher dieses Landes spürt man dieses Lebensgefühl, das die Menschen sogar frohen Mutes auf Dinge blicken lässt, die vielleicht nicht so gut laufen. Jedenfalls hat sich dieser „Spirit“ definitiv auf uns übertragen, als wir Costa Rica im Juni 2017 mit dem Mietwagen bereisten. Die Tour hatte eine besonderen Charakter, denn wir waren zu viert, mit unseren beiden erwachsenen Söhnen Jost und Arne, unterwegs. Nicht selten hört ja der gemeinsame Familienurlaub auf, sobald die Kinder flügge sind ;-).

Unsere Reise führte uns von der zentral gelegenen Hauptstadt San José auf die karibische Seite des Landes, und zwar in den Nationalpark Tortuguero mit mehrtägigem Aufenthalt in der Mawamba Lodge, danach zum River-Rafting auf dem Pacuare-Fluss mit Übernachtung im Dschungel. Dann standen die Region um den Vulkan Arenal und das Nebelwaldreservat Monteverde auf dem Programm, abschließend, zum „Chillen“, mehrere Tage in Tamarindo auf der Pazifikseite.

Hier unsere Route im Überblick:

Costa Rica, ca. 5 Millionen Einwohner, zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Südosten gelegen, ist unter Sicherheitsaspekten unproblematisch (wenn man bestimmte Regeln einhält) und hat eine gute touristische Infrastruktur. Es grenzt im Osten an den Atlantischen Ozean (Karibisches Meer), im Westen an den Pazifischen Ozean. An der schmalsten Stelle beträgt die Entfernung zwischen den Ozeanen nur 100 Kilometer. Das Land wird von mehreren Gebirgsketten mit zahlreichen Vulkanen durchzogen, deren höchster, der Irazú, eine Höhe von 3.432 m erreicht. Es hat drei Klimazonen: die tropische Tiefebene an den beiden Küsten, die Hochebene im Landesinnern und das Hochgebirge (der höchste Berg ist mit 3.820 m der Chirripó).
Costa Rica bietet auf relativ wenig Fläche eine atemberaubende Naturvielfalt. Dazu ein paar Fakten:

  • Zwar macht Costa Rica nur 0,03% der Erdoberfläche aus, repräsentiert aber ca. 4% der Weltartenvielfalt.
  • In Costa Rica sind ungefähr so viele Vogelarten registriert wie in den USA und Kanada zusammen: 915.
  • Costa Rica hat ca. 12.000 verschiedene Falterarten und damit mehr als der afrikanische Kontinent.
  • Ein Viertel der costaricanischen Fläche steht unter Schutz.

Costa Rica ist mit seiner Tierwelt, seinen Feucht- und Nebelwäldern, Vulkanen und riesigen Wasserfällen und wasserreichen Flüssen nicht nur ein Naturspektakel, sondern auch eine Spielwiese für Abenteuerlustige. Und ein paar dieser Abenteuer wollten wir natürlich auch erleben, beispielsweise Rafting (Wildwasserfahrten) oder das sog. „Canopy“, also Drahtseiltouren durch den Regenwald. Zu diesen Themen gibt es einen separaten Blogbeitrag.

Wanderungen und Bootstouren sind eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Natur näher kennenzulernen. Dabei hat man manchmal das Gefühl, sich durch überdimensionale Gartenhäuser oder botanische Gärten zu bewegen. Die Üppigkeit und Farbintensität verschlägt einem immer wieder den Atem.

Momentaufnahmen von verschiedenen Wanderungen:

Bootstouren im Tortuguero-Nationalpark und bei Tamarindo:

Überbordende Pflanzenpracht:

Beeindruckende Tierwelt:

Spielarten des Chillens in Costa Rica:

Muchas gracias, Costa Rica. Pura vida!

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