Ribe – Perle im Südwesten Dänemarks

Unweit von Rømø, auf halbem Weg zwischen Skærbæk und Esbjerg, liegt der kleine Ort Ribe (ca. 8000 Einwohner). Ribe gilt als älteste Stadt Dänemarks. Die Wikinger nutzten die geschützte Binnenlandlage und trieben um 800 herum bereits Handel mit den Niederlanden und dem Rheinland, der sich in den folgenden zwei Jahrhunderten auf ganz Europa und sogar bis in die arabische Welt ausdehnte. Der wirtschaftliche Niedergang begann mit der Auflösung der Klöster im Rahmen der Reformation in den 1530er-Jahren; 1580 zerstörte ein Feuer mehr als ein Drittel der Stadt; die Schweden-Kriege im 17. Jahrhundert setzten der Stadt sehr zu; zudem versandete der Hafen mit der Zeit immer mehr, sodass größere Handelsschiffe nicht mehr anlegen konnten. Ribe verarmte so sehr, dass die alten Häuser nicht mehr abgerissen und durch neue ersetzt werden konnten. Und genau dies hat sich aus heutiger Sicht als großes Glück erwiesen. Es ist viel von der alten Substanz erhalten geblieben und auch restauriert worden. Inzwischen steht die gesamte Altstadt von Ribe unter Denkmalschutz.

Bei unserem Rundgang sind wir im Wesentlichen den Vorschlägen des Touristenbüros gefolgt – was sich auf jeden Fall bewährt hat. Wir haben die Stadt als echtes Kleinod erlebt und hatten sogar das Glück, einer dänischen Tradition bei Abiturfeiern beiwohnen zu können: Junge Leute zogen laut singend mit Pferdekutschen durch die Stadt und umkreisten u.a. mehrfach den Dom. Dabei müssen die Jahrgangsbesten „zur Strafe“ hinter dem Wagen her laufen. Natürlich wird bei dem ausgelassenen Treiben reichlich getrunken.

Ein Kommentar zu „Ribe – Perle im Südwesten Dänemarks

  1. Beeindruckende und sehr schöne Bilder von dieser Stadt. Auch das Wetter spielt hervorragend mit ! weiterhin interessante Momente wünschen Euch Astrid und Joachim

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