Entdeckungstour zum Tafelberg

Der Tafelberg hat schon immer eine besondere Faszination auf die Menschen ausgeübt. Wenn man sich in Kapstadt bewegt, ist er stets präsent, immer wieder hat man ihn im Blick, wenn man die Augen in Richtung Binnenland richtet. In aller Regel liegt seine „Spitze“ in den Wolken. Man spricht dann vom „Tablecloth“, also Tischtuch. Es bildet sich, wenn vom Meer kommende feuchte Luftmassen das kalte Bergmassiv überströmen. Kann man den majestätischen „Thron“ in etwa 1.000 Metern Höhe wolkenfrei in seiner ganzen Pracht erblicken, ist das eine idealer Tag für einen Besuch. Diesen kann man bequem mit der Seilbahn angehen, aber wer uns kennt, der weiß, dass wir gerne zu Fuß unterwegs sind. Wir wählten die anstrengende Platteklip-Gorge-Route. Denn der Blick von oben ist bekanntermaßen doppelt so schön, wenn man sich ihn erlaufen und dabei ordentlich geschwitzt hat 🙂 . Dieser Fußweg ist bei sommerlichen Temperaturen definitiv eine sportliche Anforderung, zumal er stellenweise ziemlich steil und nicht überall gut befestigt ist. Es gibt eine Vielzahl anderer Wanderwege zum obersten Plateau, aber für alle gilt: Badeschlappen und nicht vorhandene Wasserflaschen sind keine gute Idee.

Der Tafelberg ist ein Sandsteinplateau, das etwa 3 Kilometer breit ist und an der höchsten Stelle 1.085 Meter misst (Maclears Beacon). Er ist quasi das eine Ende des Table Mountain National Park, der die ganze Kaphalbinsel umfasst. Eine Fahrt um die 52 Kilometer lange und bis zu 16 Kilometer breite Kaphalbinsel sowie der Besuch von Cape Point und des Kaps der Guten Hoffnung gehören normalerweise zum Kapstadt-Pflichtprogramm. Uns blieb der legendäre Chapman’s Peak Drive leider versagt, weil die Straße zum Zeitpunkt unseres Aufenthalts wegen Bauarbeiten gesperrt war. Schade, auf jeden Fall ein weiterer Grund, die südafrikanische Metropole bald mal wieder zu besuchen …

Der Tafelberg ist zum einen für Adrenalinjunkies ein Anziehungspunkt. Er gilt als höchste Abseiling-Stelle der Welt. Es muss ein einzigartiges Erlebnis sein, sich direkt von der Kante auf ein 112 Meter tiefer gelegenes Felsplateau abzuseilen, mit Blick auf Camps Bay und den Atlantik. Wer da keine weichen Knie bekommt …

Zum anderen kommen auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Der Tafelberg ist – sorry, schon wieder ein Superlativ – mit 1.500 verschiedenen Pflanzenarten die botanisch reichste Region der Welt.

Oben angekommen kann man sich kaum sattsehen an dem atemberaubenden Bild. Die Stadt liegt einem wie ein Miniaturbild zu Füßen. Mit nacktem Auge kann man einige Sehenswürdigkeiten ausmachen, unter anderem das Fußballstadion und die Waterfront.

Es lohnt sich auf jeden Fall, oben noch die nähere Umgebung zu erkunden, um einen Eindruck von der Pflanzenwelt zu gewinnen und den Blick auf die Küste aus stets neuen Perspektiven zu genießen. Mit etwas Glück entdeckt man einen Pavian oder ein Stachelschwein, sehr wahrscheinlich einen der vielen Dassies, die wie Meerschweinchen aussehen.
Um schließlich wieder mit der Seilbahn ins Tal zu rauschen. Es handelt sich übrigens bei den Gondeln um Schweizer Präzisionskabinen, die 65 Passagiere fassen und sich auf dem Weg nach oben bzw. unten einmal komplett um die eigene Achse drehen – der Panoramablick ist also garantiert!

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