Whalewatching und Wandern im Tsitsikamma Nationalpark

Sehr gefreut haben wir uns auf eine Whalewatching Tour in der Plettenberg Bay. Leider war das Wetter an diesem Tag nicht so gut – böig, zeitweilig hat es auch geregnet. Der Ausflug hat sich trotzdem gelohnt. Es ist durchaus eine Herausforderung, die großen Säuger im Meer zu entdecken und dann auch noch zu fotografieren, insbesondere bei Seegang. Denn sobald der Mann im Ausguck auf einer Seite des Bootes Wale sichtet, bewegen sich alle Gäste gleichzeitig auf diese Seite und hantieren dabei mit ihren Kameras herum. Und wer eine gute „Schussposition“ hat, gibt sie nicht wieder frei. Hat man den Wal – vielleicht sogar eine Mamma mit Kalb – bei dieser Schaukelei endlich im Sucher und drückt auf den Auslöser, fotografiert man vielleicht gerade noch einen abtauchenden Rücken oder eben nur noch einen Wirbel im Wasser. Nicht selten nur noch Wasser. Außerdem hatten unsere Wale keine richtige Lust auf die spektakulären Sprünge, die man immer im Fernsehen sieht :-(. Na sowas. Da hatte man es mit den Robben auf den Felsen schon etwas leichter.

In der Plettenberg Bay sind ganzjährig Buckelwale (Humpback Whales), von Juni bis November ebenfalls Südliche Glattwale (auch Südkaper, Southern Right Wales) zu sehen. Sie schwimmen relativ nah an der Küste entlang, so dass man sie auch bei Strandspaziergängen oder von Aussichtspunkten aus sichten kann.

Nur wenige Kilometer hinter „Plett“, wie die Südafrikaner Plettenberg nennen, beginnt der Tsitsikamma Nationalpark, der sich von hier insgesamt über 100 Kilometer bis Kap St. Francis erstreckt. Er ist seit 2010 Teil des GardenRouteNationalparks. „Tsitsikamma“ kommt aus der Khoi-Sprache und bedeutet „wasserreicher Platz“. Hier befindet sich einer der letzten ursprünglichen Urwälder Südafrikas mit einer üppigen und vielfältigen Vegetation, weil viel Regen fällt. Die Felsküste ist gleichermaßen malerisch wie spektakulär. Wir waren mit unserer Unterkunft innerhalb des Parks mittendrin in dieser begeisternden Natur.
In der Mündung des Storms River gibt es eine Hängebrücke, zu der man auf der einen Seite hinab- und auf der anderen Seite eine steile Anhöhe hinaufsteigen kann. Dabei ist gutes Schuhwerk und Spaß am Kraxeln erforderlich. Die Aussicht von oben ist gigantisch.

Wir hatten die ganze Nacht das Meeresrauschen im Ohr und konnten am Morgen auf unserer Terrasse mit Meerblick frühstücken:

Dabei hatten wir Besuch von Rock Dassies, wie der Klippschliefer (auch Klippdachs) in Südafrika, wo sie häufig vorkommen, heißen. Die putzigen Pflanzenfresser sehen wie Meerschweinchen aus und gehen normalerweise in Gruppen auf Nahrungssuche.

Direkt an unserer Bleibe entlang verlief der 48 Kilometer lange Otter Trail. Er gilt als eine der schönsten Wanderrouten des Landes, dauert fünf Tage und kann nur mit Voranmeldung gegangen werden. Schon der Abschnitt von unserer Hütte bis zu einem Wasserfall hat uns begeistert!

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