Panoramablick auf und von Ugljan – die Burgruine Sv. Mihovil

Wir wollten die schöne Insel Ugljan gerne einmal aus der Vogelperspektive betrachten – dazu ist die Burgruine Sv. Mihovil (Heiliger Michael) sehr gut geeignet. Auch wenn der Himmel zunächst etwas verhangen war, zogen wir unsere Wanderschuhe an und machten uns mit gut gepackten Rucksäcken direkt von unserem Campingplatz aus auf den Weg. Hin und zurück knapp 23 Kilometer über Schotterwege und Asphalt mitten durch die Natur – das schien uns ein guter Plan für den Tag. Gleich zu Beginn erwischte uns ein kurzer, heftiger Regenschauer, danach kam die Sonne wieder raus.
Der gut ausgeschilderte Weg führt entlang alter und neu angelegter Olivenhaine und über weite Strecken quer durch dichte Macchia. Wie wir erfahren haben, gibt es hier sehr viel Wild, unter anderem Wildschweine, Fasane und Mufflons. Die Tiere werden in den Wintermonaten bejagt, um ihre Bestände zu kontrollieren. Wir hatten das Glück, auf dem Rückweg mehrere Fasane und sogar ein Mufflon auf einer Steinmauer zu sichten.

Die Burgruine liegt auf einer Höhe von 250 Metern, und insbesondere der letzte Abschnitt des Weges ist steil und anstrengend.

Das Ziel bereits vor Augen.
Gleich ist es geschafft.

Die Befestigungsanlage wurde im 13. Jahrhundert von den Venezianern erbaut und ist in einem schlechten Zustand. An verschiedenen Stellen wurden notdürftig ein paar Reparaturen ausgeführt, von professioneller Restaurationsarbeit ist nichts zu sehen. Auf sicherheitsverwöhnte Nordeuropäer wie uns wirkt es befremdlich, dass Besucher nach Lust und Laune (und Wagemut) überall auf den Mauern herumkraxeln dürfen. Im Eingangsbereich gibt es lediglich ein Schild, auf dem darauf hingewiesen wird, dass derlei Aktivitäten auf eigene Gefahr erfolgen. Und das war’s. Mauern und Treppen haben keinerlei Absicherung.

ABER: Der Ausblick von hier oben ist einfach grandios!
Man hat auf der einen Seite einen freien Blick auf die Nachbarinseln Iž, Dugi Otok und die Kornaten, auf der anderen schaut man auf Zadar und die Umgebung. Man kann sich gar nicht sattsehen. Besonders beeindruckend muss es sein, auf der Burgmauer einen Sonnenaufgang oder -untergang zu erleben.

Man kann unterhalb der Burganhöhe auch einen schönen Strand oder unweit davon eine Höhle besuchen, und Kletterfreunde können sich an steilen Felsformationen versuchen.
Wir haben uns nach einer kräftigenden Brotzeit gleich wieder auf den Heimweg gemacht.

PS: Nach aktuellen Informationen arbeitet man derzeit an einem Konzept für die Restauration der Burg und der Einrichtung eines Museums. Geplant ist offenbar auch eine Zipline.

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