Wir haben in Kala Nera, im mittleren Teil des Pílion auf der Westseite (Pagasitischer Golf) eine schöne Unterkunft gefunden und unternehmen von hier Wanderungen und Strandbesuche. Die Bergdörfer in dieser Gegend üben wegen Ihrer Authentizität einen besonderen Reiz auf die Besucher aus. Sie gelten immer noch als Geheimtipp für Aussteiger.
Als solches Dorf gilt Láfkos. Wir folgen einer Empfehlung unseres Reiseführers und unternehmen eine Rundwanderung, die uns zunächst von Láfkos bergab in den Küstenort Milína und dann bergauf zurück nach Láfkos führt. Etwa sieben Kilometer, +/- 320 hm.

Wir lassen es ruhig angehen und trinken auf dem zentralen Platz in Láfkos einen Kaffee. Die Plateía ist fast leer. Man spürt so ein bisschen den Herbst-Blues. Die Sonne scheint, es ist angenehm warm, trotzdem: Nicht nur die stetig fallenden Blätter der großen Platanen künden vom Wechsel der Jahreszeiten. Es liegt was in der Luft …



Wir schlendern noch durch die Gassen. Hier ein toller Bäcker, dort ein Schmuckladen, dann ein liebevoll gestalteter Eingangsbereich …





Schließlich aktivieren wir unsere Route auf Wikiloc. Aber dann ist da doch noch ein Haus am Ortsausgang, das unsere Aufmerksamkeit erfordert. Jemand hat sich künstlerisch betätigt. Keine hohe Kunst, aber nett anzuschauen.




Der Weg verläuft im Wesentlichen auf einem sogenannten Kalderími. So werden in Griechenland alte gepflasterte Wege im unwegsamen Gelände bezeichnet, die beispielsweise Dörfer und Weideplätze miteinander verbinden.
Der Pfad ist recht gut beschildert, aber an manchen Stellen ist die Wegführung über GPS vorteilhaft – zumal die Pflasterung an manchen Stellen erheblich unter dem Unwetter von 2023 gelitten hat. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert, und stets ein Auge nach unten 😉.







Die Aussicht aufs Meer und unser Zwischenziel Milína ist fantastisch.

In Milína angekommen begeben wir uns an die Uferpromenade – Auszeit bei einem kühlen Getränk, mit Blicks aufs Wasser und die gegenüberliegende Insel.


An der Kirche Panagía Theotokoú biegen wir wieder ein und machen uns auf den Rückweg nach Láfkos, der in langen Abschnitten durch Olivenhaine verläuft und immer mal wieder zum Anhalten und Staunen Anlass bietet.



