Das war mal wieder ein Tag wie ein Sahnetörtchen.
Es fing schon mit der Fahrt von Monemvasiá (im Südosten der Halbinsel Kavi Malea des Peloponnes) in die Südspitze zum Geopark Agíos Nikólaos an. Es ging zumeist an der Küste entlang, immer wieder in Serpentinen mit herrlichem Blick aufs (Mirtoische) Meer. Wenig Verkehr. Wir konnten uns kaum sattsehen an dieser schillernd-blauen Weite und dem felsigen Küstensaum.




Kurz vor dem Ziel veränderte sich die Landschaft. Wir fühlten uns erinnert an bestimmte Regionen im mittleren Westen der USA: große Felsbrocken säumten den Weg.


Im Geopark angekommen ging‘s noch ein paar hundert Meter eine Rüttelpiste hinunter, dann mussten wir das Auto abstellen und den Weg zu Fuß fortsetzen.

Schon auf den ersten Metern fiel uns auf, dass in den Weg zur Küste dieses Freilichtmuseums viele Muscheln „eingebacken“ waren. An den Felsen am Wasser angekommen sah man schon gleich die versteinerten Baumstümpfe – faszinierend! Es handelt sich um die Reste eines fossilen subtropischen Palmenwaldes, der hier vor zwei bis drei Millionen Jahren stand. Die Maserung und das Wurzelwerk der Bäume sind zum großen Teil noch gut zu erkennen. Die Entstehung dieses Steinwalds geht auf Vulkanausbrüche und tektonische Prozesse zurück.







Das allein war schon sehr beeindruckend. Wir setzen unsere Wanderung noch ein kurzes Stück fort, vorbei einer Felswand.

Danach entdeckten wir eine eine kleine Sandbucht, etwa 100 Meter lang. Und sofort stellte sich bei uns ein gemeinsamer Impuls ein: Da müssen wir hin!

Und das gelang uns dann auch. Mit ein wenig Kraxeln über die Felsen – darin sind wir nach unseren vielen Kroatien- Urlauben geübt 😉.

Ein paradiesisches Plätzchen, das wir zunächst mit ein paar Gleichgesinnten teilten, und schließlich ganz allein für uns hatten. Der Sanduntergrund reicht weit ins Meer hinein, Badeschuhe waren also nicht erforderlich.
Es war die pure Wonne, in dieses glasklare Wasser einzutauchen.




Was für ein Tag.🙏
