Wir wollen die Halbinsel von Areópoli auf der Westseite aus erkunden und haben deshalb zwei Übernachtungen hier gebucht. Mit etwa 1.000 Einwohnern gehört der Ort schon zu den größeren Siedlungen der Máni. Wir wohnen zentral und genießen es, am Morgen nur ein paar Schritte zum ersten Kaffee zu schlendern. Oder abends nicht ins Auto steigen zu müssen, um in einer Taverne vor Ort essen zu gehen.
Areópoli hat sich mächtig herausgeputzt. Der Ortskern ist größtenteils autofrei und lädt zum Bummeln ein. Dem Architekturstil dieser Gegend entsprechend sind die Gebäude, Zuwege und Plätze allesamt mit Granitsteinen erbaut – massiv, kantig, trutzig. Die Atmosphäre ist angenehm entspannt. Dabei ist augenfällig, dass vieles auf Tourismus eingestellt ist. Man kommt überall gut mit Englisch zurecht.










Uns werden sicherlich zwei Erlebnisbesuche in Areópoli in Erinnerung bleiben:
1. Die Taverne Bárba Pétros, seit drei Generationen in Familienhand und gegenwärtig von zwei Frauen geführt. Das äußere und das innere Erscheinungsbild dürften sich in den fast 100 Jahren nicht gravierend verändert haben. Straßenseitig wirkt die Wirtschaft eher unscheinbar, und im Innenbereich hat man das Gefühl, hier wurde einfach nur ein Wohnzimmer mit Tischen und Stühlen ausgestattet. Bei entsprechendem Wetter ist die Dachterrasse ein absolutes Highlight.



Es sind viele Schweinefleischgerichte auf der Speisekarte (zum Beispiel Spanferkel mit Pflaumensoße und Ofenkartoffeln) – die Schweine stammen aus eigener Aufzucht. Die Gerichte sind lecker, authentisch und preislich im mittleren Bereich. Ein Nachtisch wird kostenfrei gereicht.

2. In Griechenland gibt es keinen Mangel an Bäckereien, und an den meisten Tagen steuern wir eher früher als später eine solche an. Eine Sonderstellung nimmt bei diesem Handwerk die Psomí di Miliás am Ende Fußgängerzone ein.


Die Backwaren duften schon draußen ganz wunderbar, und drinnen ist man überwältigt von der Vielfalt des Angebots. Wenn man Glück hat, kann man der Bäckerin dabei zuschauen, wie sie die Leckereien in den Ofen schiebt oder sie herausnimmt.



Areópoli ist auf jeden Fall bei einer Máni-Reise einen Besuch wert – vielleicht zum Auftanken nach einem intensiven Naturerlebnis?
