Quasi eingezwängt zwischen dem Isefjord im Westen und dem Roskildefjord im Osten ragt eine Halbinsel hoch, an deren äußerster Spitze sich ein kleiner Campingplatz befindet. Das Örtchen nennt sich Kulhuse. Dieser Flecken Erde hat eine gewisse regionale Bekanntheit, weil er einen Fährhafen hat. Diese Fähre haben wir dann auch gleich nach unserer Ankunft ausprobiert. Sie ist derzeit kostenlos (für Fußgänger und Radfahrer). Kaum hat man abgelegt, ist man auch schon am anderen Ufer. Noch ein paar Kilometer mit dem Rad und man ist in Hundested. Da wollen wir hin, genauer: zum Sandskulpturenfestival. Dieses Ereignis ist nämlich unter Kennern inzwischen eine feste Größe. Die Werke stehen sowohl im Freien wie auch in einer Halle, wo sie mit Lichteffekten verstärkt werden. Uns haben eindeutig die Skulpturen draußen besser gefallen. Sie erreichen Dimensionen von bis zu 15 m Länge und beeindrucken sowohl durch die Gesamtwirkung wie auch die Darstellung im Detail. Manche haben unmittelbar politische Botschaften, andere zielen auf allgemeine Grundthemen des Lebens (wie z.B. die Darstellung des Lebenszyklus).
Bevor wir einen Blick auf die Kunstwerke werfen, müssen wir noch ein Geheimnis lüften: Warum zerlaufen diese Skulpturen auch bei starkem Regen nicht (den soll es ja in Dänemark durchaus mal geben 😉)? Wäre doch schade drum. Das hängt mit der Konsistenz des Materials und der Aufbereitung zusammen. Der Sand enthält nämlich einen Tonanteil von ca. 10%, wird mit Wasser vermischt und in mehreren Arbeitsgängen in der Grobform mit einem Druck von bis zu 60 Tonnen verpresst. Daher kann der Regen dem körnigen Kunstwerk nichts anhaben.
Hier nun einige Beispiele aus dem Freiluftbereich:










In der Halle befinden sich eher kleinformatige Werke wie diese:


