Sardinien

Sardinien im September und Oktober – das ist das Versprechen von spätsommerlicher Wärme, türkisblauem Licht und einer Insel, die nach der großen Hitze langsam durchatmet!
Unsere zweimonatige Reise im Jahr 2025 führte uns einmal komplett im Uhrzeigersinn um das „Herz im Mittelmeer“, immer der Nase nach und mit dem Ziel, einen kleinen Einblick in die „Seele“ der Insel zu gewinnen, abseits der der Verheißungen der Hochglanz-Prospekte.

Es war eine Reise der Kontraste: Vom glasklaren Wasser des Golfs von Orosei und den wilden Pfaden der Gola su Gorropu im Osten ging es hinunter in den tiefen Süden. Dort konnte uns der vielfach gepriesene urbane Charme der Hauptstadt Cagliari nicht nicht wirklich verzaubern, die bunten Murales im Museumsdorf San Sperate dafür umso mehr.

Sehr beeindruckt hat uns die raue Schönheit der alten Bergbauregion rund um Porto Flavia sowie die fast unwirklich hohen Dünen von Piscinas – Sardinien kann gleichermaßen wild, staubig und unendlich weit wirken. Über das elegante Alghero mit seinen katalanischen Wurzeln (für uns mit Abstand die schönste und interessanteste Stadt Sardiniens) zog es uns schließlich weiter in die nördliche Spitze, in die archaische Gallura, wo bizarre Granitfelsen und Korkeichenwälder die Zeit stillstehen lassen.

Was bleibt, sind Eindrücke von einsamen Buchten, dem Duft von Macchia und die Erkenntnis, dass zwei Monate gerade einmal ausreichen, um an der Oberfläche dieses Kontinents im Kleinen zu kratzen. Verbunden mit der Erkenntnis, dass Sardinien ungemein facettenreich ist und einen bunten Strauß an Möglichkeiten bietet, vor allem für Menschen, die sich gerne draußen aufhalten und einen Blick für die immer wieder atemberaubende Schönheit der Natur haben.

Die Reiseroute im Überblick (September/Oktober 2025)

Wir haben die Nachtfährverbindung Genua – Olbia / Olbia – Genua gewählt. Die Anfahrt zum Fährhafen in Genua ist schlecht organisiert. Auch mit gutem Navi mussten wir mehrere Anläufe nehmen, um dann schließlich runter zum Fährhafen zu gelangen. Und mit einem Gespann ist das nur bedingt amüsant …
Wir haben uns vorgenommen, beim nächsten Mal über Livorno anzureisen.

Die Reise verlief im Uhrzeigersinn einmal rund um die Insel: 

  1. Nordosten (Start): Olbia, Isola Tavolara und Posada
  2. Ostküste: Oasi Biderosa, Cala Liberotto, Gola su Gorropu und Golf von Orosei
  3. Süden: Cagliari und das Museumsdorf San Sperate
  4. Südwesten: Costa del Sud (bei Chia), Sant’Antioco und Bergbauregion (Porto Flavia, Laveria Lamarmora)
  5. Westen: Buggerru (Cala Domestica), Dünen von Piscinas, Capo Pecora, Oristano
  6. Zentraler Westen: S’Archittu und der Reisstrand Mari Ermi
  7. Nordwesten: Alghero
  8. Norden (Abschluss): die Gallura (Korkeichenwälder und Granitküste) bis zur Fähre ab Olbia